Gewinner Cluster Energie/Umwelt

Feinporig gefilterter Biokraftstoff

Keramische Membranen mit Nanoporen ermöglichen energieeffiziente Bioethanolgewinnung

Henry Ford war nicht nur in Sachen Automobilbau und Marketing ein Visionär. Selbst über Biokraftstoffe sinnierte der Auto-Pionier: „Der Kraftstoff der Zukunft wird aus Früchten wie Gewürzsumach am Straßenrand oder von Äpfeln, Unkraut, Sägemehl – aus allem möglichen gewonnen werden.“ Heute sind Biokraftstoffe längst Realität, wobei die Verbesserung ihrer Energiebilanz und Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt der Forschung steht.

Ein neues Verfahren der Thüringer inocermic GmbH zur Entwässerung von Bioethanol und anderen Bioalkoholen verspricht dabei einen Innovationsschub für die effiziente Erzeugung. Bei der Gewinnung von reinem Ethanol erhält man nach der Destillation eine Reinheit von etwa 96,5 Prozent. Bislang folgte im Zyklus die sogenannte Adsorption oder Schleppmitteldestillation, beides Verfahren, die energieaufwändig sind und teilweise nur mit zusätzlichen chemischen Stoffen durchgeführt werden können.

Die in Zusammenarbeit mit dem Hermsdorfer Institut für Technische Keramik e. V. entwickelte Technologie trennt Wasser und Alkohol mithilfe von Membranen, die den Alkohol quasi „austrocknen“.

Die nanoporigen, keramischen Membranen können in Zukunft zur Trocknung aller möglichen alternativen Alkohole, beispielsweise auch aus Holzabfällen angewendet werden.

Der notwendige Energieaufwand konnte auf rund 20 Prozent gesenkt werden. Auch der weltweit einzige Konkurrent bleibt hinter der einzigartigen Architektur der Membranenröhren von inocermic zurück. Noch einmal zu Henry Ford: „Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.“ Die Innovation der inocermic GmbH könnte sich als letzteres auf dem Feld Biokraftstoffe erweisen.

Foto: (v.l.) Dr. Voigt und Dr. Richter von der inocermic GmbH, Hermsdorf

Weitere Informationen:
undefinedwww.inocermic.de

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