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Blutsaugern auf der Spur

Zecken übertragen viele Krankheiten. Ein neues Testsystem gibt schnelle Sicherheit nach dem Biss.
 
Sie sind nur wenige Millimeter groß und doch gefährlich. Wer zwischen März und November Wälder und Wiesen durchstreift, geht zunehmend das Risiko ein, von einer Zecke gebissen zu werden. Denn deren Verbreitungsgebiet dehnt sich durch den Klimawandel auch in nördliche Gefilde aus. Die eigentliche Gefahr liegt in der möglichen Übertragung einer Vielzahl von Krankheitserregern wie Bakterien und Viren, die im Speichel der Blutsauger enthalten sein können. Deshalb kommt es nach einem Biss auf eine schnelle Untersuchung der Zecke auf eventuelle Erreger an.

Bislang mussten dazu Ärzte oder Apotheker die Probe zur Analyse an ein Labor schicken, was für den Patienten mit Wartezeiten von bis zu einer Woche verbunden war. Mit dem neuen Schnelltestsystem der Analytik Jena AG liegt das Ergebnis jetzt bereits nach 1,5 Stunden vor. Denn durch die Kombination mehrerer technologischer Neuerungen lässt sich der Test mit minimiertem Geräteaufwand auch in kleinen Laboren und Arztpraxen durchführen. Das spart Zeit und bis zu 70 Prozent der Kosten. Als Ausgangsmaterial wird lediglich die Zecke benötigt. Zuerst wird diese in einem neuartigen Homogenisator (SpeedMill P12) zerkleinert und homogenisiert, um anschließend die Nukleinsäuren, d.h. DNA oder RNA zu extrahieren. Diese werden mittels eines zum Patent angemeldeten Verfahrens („Rapid-Amplification-Hybridization“) auf das Vorhandensein von Bakterien und Viren untersucht. Abschließend erfolgt der optische Nachweis des Erregers auf einem Teststreifen. Dank des einfachen Verfahrens können Ärzte und Apotheker ihren Kunden nicht nur eine neue Dienstleistung anbieten. Das Schnelltest-System gibt vor allem schnelle Sicherheit nach einem Zeckenbiss.

Foto: Claus Knippschild, Analytik Jena AG

 

Weitere Informationen:
www.analytik-jena.de

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